Mittwoch, 23. März 2016

Walter Benjamin on Capitalism and Religion



In capitalism one has to realize a religion, e.g. capitalism serves essentially to satisfy the same kind of sorrows, misery, unrest, which formerly the so called religions provided with an answer … […]
We cannot pull the net, we are standing in, but later on there will be a view of it.
But there are three features, that are even now about to be realized concerning this religious structure of capitalism. For the first capitalism is a plain cult religion, maybe the most radical which has ever been. Everything in it has meaning only immediately referring to cult; it knows no special dogmatics, no theology. The utilitarianism (“everything for the happiness of the most”) gains its religious color under this point of view.
With this gaining of concreteness there is connection to a second feature of capitalism: the permanent duration of the cult […] there is no weekday, no day, that wouldn’t be a holiday in the dreadful meaning of unfolding of all sacred pomp, the utterly strain of the worshipper.
This cult is, for the third, running into debt. Capitalism is probably the first case of a non-expiative but indebtive cult. In here this religious system is standing in the collapse of an immense movement.
An immense  sense of guilt, which has no notion how to de-expiate, grasps for cult, not to expiate in it, but to let it become universal, to hammer it into consciousness and finally and above all to include God himself into this debt to at last have him being interested in the expiation of the debt.
[…]
It is in the essence of this religious movement, which is capitalism, to endure until the end, until the finally entire indebtedness of God, the reached world condition of desperation, which is just still hoped for.
The historical outrageous of capitalism is lying in this, that religion is no longer the reformation of being but its smashing. The extension of desperation into a religious world condition out of which the salvation is to expect. Gods transcendence has fallen. But he is not dead; he is embedded in human fate.
This passage of the human planet through the house of desperation in the perfect isolation of its orbit is the ethos that is determining Nietzsche. This human being is the “Übermensch” (Superman), the very first beginning to meet capitalistic religion by realization.
The fourth feature is, that its God has to be concealed, may not be articulated until reaching the zenith of his indebtedness. The cult is celebrated in front of an unmatured deity. Every imagination, every concept on her hurts the secret of her maturity [ …]
The concept of the “Übermensch” transfers the apocalyptic “jump” not into turning back, expiation, purification, penance, but into the apparent constantly, but in the last space of time bursting intermittent increase.  […] The Übermensch is that historical human that has without turning back arrived by growing through heaven.
This blasting of heaven by increased humanity, which is and remains religious […] indebtedness …
Capitalism is a religion of naked cult, without dogma. Capitalism has parasitically emerged […] on Christianity in the occident in such a way, that finally its history in essence is the history of its parasite, the capitalism.
(Walter Benjamin, Ges. Schriften, VI, S. 100, Frankfurt/M., 1991)

Samstag, 30. Januar 2016

Erde Earth 1007

8.11.1007
0° Meridian (UTC) 0:46

Samstag, 4. Juli 2015

"οχι" - Untergang einer Welt in Schritten


Der Anlass dieser Eintragung ist die Nähe des mundanen Tagebuchs zu Hellas.

Es gibt eine Reihe von weiteren Links zu "Griechenland"

Und es gibt Eintragungen, wo das Mundane Tagebuch zum Äonenschicksal eines der vier Elemente - genaugenommen: auf der Nordhalbkugel -  nämlich Erde  Bezug nimmt.
In den Beiträgen zur letzten   Königskonjunktion im Erdelement 1802 geht es darum, im sprachlichen "Trockenschwimmen" wie im erschütterter Gottesnähe zu erforschen, wie 1802 "getaktet" ist.

Es wandelt sich auf der Grundlage der Königskonjunktion von 1802 auf unserem Erdschiff gewissermaßen für die laufenden 753 Jahre bei einer gleichbleibenden Sonne im Krebs, wodurch die Angelegenheiten der Erde zweifellos seit 1802 matriarchalisch veranlagt sind.

 Alle sieben Jahre nun ändert sich derTierkreisstandort des Neptuns im Septar. Das ist folgenreich und eins der schönsten Geheimnisse des Tierkreises für die Spezies Mensch. Denn mit Neptun wandern die Schreckens- und Glücks- Schauer des noch kindlich verborgenen künftigen Königtums.

 Rein technisch: Neptun rückt von Geburtstag zu Geburtstag der Königskonjunktion

in fünf kleinen "Septar"-Sprüngen zu insgesamt 35 Jahren durch den Tierkreis der jeweiligen "Septare der Königskonjunktionen der vier Elemente".


Und verweisen auf ein unbewusstes Schicksal dessen, was an uns "Erde" ist im Gleichklang mit den Gleichnissen der Erde:  etwa: Verharren - Standhalten - Nähren - ...  viele Ableitungen sind möglich, besser: erlaubt innehalb der Strenge der Gleichnisse - .

Für Sonne , das Herz eines Atemzugs der Äonen, ändert sich das Ein- und Ausatmen im Rhythmus des Neptun durch den Tierkreis.

Neptuns Potenz ist "der neue Vater",  der z.T.  noch nicht "sichtbar" ist im Betrieb, nämlich dort, wo der alte Vater dominant  vor sich hinsiecht. "Der kranke König", altes Thema der mittelalterlichen Alchemie, welche unbewusst -  die Psyche das unerforschliche Wesen - im Stoff erforschte.

Bevor wir nun den Blick auf Griechenland - und damit auf die nächste Nähe -  richten, sollten  wir einen Probelauf am entfernten Objekt machen. Das ist nämlich das Geheimnis des  Gleichnisses "Himmel" im Menschen, dass dieser ihm Abstand und weite überräumliche und überzeitliche Perspektive also gleichsam Flügel verleiht. Daher etwa  das Glück der Historiker, der Psychologen ... Uranus-Glück,  Abstandsglück, Menschenglück und, ja, Götterglück.

Nun also zu Sonntag 5.7.2015 in Europa. Hier ein paar mittel- und osteuropäische Orte des Erdelements  des laufenden 31. Septars im Erdelement

31. Septar Königskonjunktion Erdelement
17.7.1832 UTC 4:38 Athen

31. Septar Königskonjunktion Erdelement
17.7.1832 UTC 4:38 Moskau




31. Septar Königskonjunktion Erdelement
17.7.1832 UTC 4:38 Berlin


31. Septar Königskonjunktion Erdelement
17.7.1832 UTC 4:38 Kiew


Wir haben seit 1998 die Belagerung der Sonne durch den Neptun. Nun, für die Zeit von 2012 - 2019 ist Neptun auf 1,3° in der vollen Sonnen-Resonanz und umgekehrt. Also Sonne -_Neptun - Dialog. Alter König, neuer König, wobei der schwache neue den starken alten unterspült.

Und Sonne - Neptun , der "ertrinkende König" ist ein bekanntes Bild aus der Alchemie das im Gleichnis aussagt: die herrschende Dominante ist hinbfällig und altersschwach geworden und ertrinkt im Vergessen = Wasser.

Daher ist natürlich in diesem Septar Europa der Brennpunkt der Nordhalbkugel, weil dort Löwe den Aszendenten beherrscht und diese sieben Jahre werden, wie es der Sonne mit Neptun-Opposition ergeht.
Es geht um die Auflösung des alten Zentrums.


Wobei ab Paris westlich ein anderes Element, Wasser,  den Aszendenten regiert.

31. Septar Königskonjunktion Erdelement
17.7.1832 UTC 4:38 Madrid


Ab Ostfrankreich  aber bis vor dem Ural regiert Löwe den Aszendenten der Orte dort 
 und mit ihm eben jene Hitze der Leidenschaft des Ich die im Zentrum regiert.

Nun kommt noch etwas Entscheidendes hinzu:  die Hausposition der Sonne. Und da zeigt sich: die Sonne weilt im 12. Haus ab Mittelspanien bis weit in den Osten nach Kiew  ("Spitze" 12). In 12 ist die Sonne am weitesten entfern vom Bewusstsein und der Gegenwart. Erst in Haus 11, wo Ursprung und Idee sich versammeln - noch außerhalb der Zeit - aber auf dem Weg in kommende Gegenwarten, erst in Haus 11 erfolgt der Ursprung des Neuen. Wie die Zeichnungen zeigen ist es allein Putins Moskau welches als Landeszentrum die Sonne in Haus 11 stehen hat.

Für alle mittel- und osteuropäischen Länder außer Moskau gilt: Sonne und Venus = das Zentrum und seine Resourcen unterliegen einem "doppelten Neptun", doppelter Auflösung,  denn Neptuns Zeichen Fische ist das 12.  und in Analogie  entspricht das 12. Haus den Fischen.

Diese Befunde gelten nun die gesamten 7 Jahre bis 2019. Und die 84 Monate dieser 7 Jahre sind auf  die 12 Häuser verteilt so dass alle 7 Monate zwei  neue Teile des Gesamtsinns einander rhythmisch im Spiegel begegnen und aktuell werden. Der äußere Ring mit den roten und grünen Datumsmarkierungen
zeigt die Fortschritte der linksdrehenden und rechtsdrehenden Rhythmen. Er läßt erkennen wo wir jetzt sind.

Morgen zur aktuellen Lage Griechenlands:

Gepostet 4.7.2015, Murnau, UTC:

Mittwoch, 19. Februar 2014

Montag, 9. September 2013

Welttag der Drei

Welttag der Drei

Mythus der drei Könige und Sternenkundigen
Weihrauch, Myrre und Gold schenkend
Dem Stern folgend

Unverlierbares Märchen und unsterbliche Wurzel
Auf dem Grund der Welt
Die Drei huldigend
Dem Einen

Der große Niels Bohr
Denkmeister aus Dänemark
Soll gern zitiert haben:
„Contraria non contradictoria sed complementa sunt“ 1)

Wir Astrologen finden vor:
Vier Elemente
drei Etagen
Geist
Seelen
Elemente

Und die täglichen Schöpfungen von
Licht, Schwerkraft und Gnade
In den Kreisen der Jahre
________________________________________
 [1] „Gegensätze widersprechen einander nicht sondern ergänzen einander.“
Zit. In Jaffé, der Mythus vom Sinn im Werk von C.G.JUNG, Zürich, 1983, S.149.






Gnostisches zur Drei

"HIPPOLYTUS berichtet über BASILIDES: Er sage: „Jesus ist nun das Erstlingsopfer der Unterscheidung in Gattungen (phylokrínesis) geworden, und die Passion hat zu keinem anderen Zwecke stattgefunden als zur Unterscheidung der zusammengemischten Dinge in Gattungen. Auf diese Weise, sagte er, habe die ganze Sohnschaft, die in der Formlosigkeit (amorphía) zurückgelassen worden war … der Unterscheidung in Gattungen bedurft (dein phylokrínethenai), in der selben Weise, wie auch Jesus einer Unterscheidung unterworfen worden sei (pephylokrinethai).“ Nach der etwas komplizierten Basilidanischen Lehre hat der „nichtseiende“ Gott eine dreifache Sohnschaft (hyiotes) erzeugt: Der erste „Sohn“ bleibt, als von feinster Beschaffenheit oben beim Vater, der zweite steigt, wegen seiner gröberen (pachymeréstera) Natur, etwas tiefer hinunter, erhält aber „Flügel, wie Platon sie der Seele im Phädros gegeben habe“. Der dritte Sohn aber fällt, da seine Natur der Reinigung (apokathársis) bedarf, zutiefst in die „Formlosigkeit“. Diese „Sohnschaft“ ist also offenbar wegen ihrer Unreinheit die gröbste und schwerste. In diesen drei Emanationen oder Offenbarungen des nichtseienden Gottes erkennt man unschwer die Trichotomie Geist-Seele-Körper, nämlich das pneumatikón-psychikón-sarkokón." C.G. JUNG, Psychologie und Alchemie,  G.W. IX/2, S. 74. (Zuerst gespeichert: 6.1.2010, UTC : 14:03, Gepostet: UTC 14:23.)

9.9. 2013

Und wenn die Königsfrage an die Astrologie die nach der Abwendbarkeit ist, und der Weltmeister der Physik Wolfgang Pauli das Ingenieursgeheimnis zur Antwort gab, das da lautet:
Aus den zerstörerischen Resonanzen gibt es im gegeben Falle einen Ausweg: Erhöhung der Umdrehungszahl –
Was gleichbedeutend ist mit: man war öfter da, man hat Lehrgeld bezahlt … hat gelitten …

JESSE'S CAFÉ AMÉRICAIN
"The most beautiful people we have known are those who have known defeat, known suffering, known struggle, known loss, and have found their way out of the depths. These persons have an appreciation, a sensitivity and an understanding of life that fills them with compassions, gentleness, and a deep loving concern. Beautiful people do not just happen." Elisabeth Kubler-Ross
Und ich würde hinzufügen: „and have found their way into the depths …”

Donnerstag, 29. März 2012

Äquinoctium
20.3.2012, UTC 5:14
Berlin